flitz
20. Juni 2013

Spaniens Dominanz und verschwundene Flitzer

Bevor der Confed-Cup heute wieder zum Confetti-Cup wird und Spanien die lustigen Spielgesellen aus Tahiti zum Tanz bittet, noch ein Wort zur U21-EM und warum Spanien wohl auch weiterhin die Mannschaft bleiben wird, die es zu schlagen gilt. Und was es im Finale nicht zu sehen gab.

Waren es in der Vorrunde noch die Deutschen, die nach ihrer Niederlage die spanische Dominanz anerkennen mussten, reagierten im Finale die Italiener schon recht angefressenen ob der Chancenlosigkeit, mit der sie den spanischen Jungspunden gegenüber traten. Ein ums andere Mal konnte sie nur zusehen wie die Spanier vor ihnen den Ball hin und herschoben oder vor allem Tello und Maxwell einfach an ihnen vorbei liefen.

Was bei Spaniens U21 da auf dem Platz stand, ist nicht nur im Nachwuchs Weltklasse. Isco, Thiago, Tello oder auch Montoya zeigten, dass sie wohl für fast jede Mannschaft der Welt eine Verstärkung wären, nur halt derzeit noch nicht für Spanien. Doch auch das wird sich zum Leidwesen der anderen Nationen irgendwann ändern.  Bis dahin müssen vor allem Thiago und Tello schauen, ob sie weiterhin nicht nur im Nationalteam, sondern auch bei Barcelona hinter Xavi und Iniesta die zweite Geige spielen wollen. Wie man gestern an Mexikos Dos Santos sehen konnte, ist ein Weggang aus Barcelona nicht immer die schlechteste Variante.

Standbild statt Flitzer?

Im Finale mussten nicht nur die Spieler Meter machen, auch die Securitys hatten ihr Lauftraining zu absolvieren. Nicht nur einmal schafften es Flitzer aufs Feld und sorgten so für Unterbrechungen.  Das sind zuhause jene Momente, an denen man sich an die Auswechslungen bei FIFA13 erinnert fühlt. Gefilmt wird irgendein Spieler beim Rumstehen, nur halt nicht das interessante Geschehen. Man will Flitzern so keine Plattform geben, heißt es bei der UEFA. Doch warum muss man alles ausblenden was nicht ins vorgegebene Prozedere passt? Spiele leben von Emotionen, und damit auch von solchen!

(CS)

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