frauen-wm
8. Juli 2015

Gebt dem Slapstick eine Chance!

Das war sie also, die Fußball-WM der Frauen. Ich selbst habe den Event nur peripher mitverfolgt. Zum einen liegt das am schönen Wetter, den unattraktiven Spielzeiten und der Fußballpause, die ich mir ab und zu „gönne“. Zum anderen daran, dass ich dem Bewerb noch keine Chance gegeben habe – und bis dato nicht geben wollte.

Leider schlummert in mir dieses leicht Belächelnde, wenn Frauen dem Ball „hinterherjagen“. Doch was ich gesehen habe, waren attraktive, unterhaltsame Duelle, die anfangs zwar eher nach Slapstick aussahen und mit Taktik auf dem ersten Blick nichts zu tun hatten. Aber ich konnte mich – zumindest phasenweise – darauf einlassen.

Dabei musste ich an das Beispiel Handball denken: Dass auch bei dieser Sportart der Ball der Männer mit doppelter Geschwindigkeit unterwegs ist, mächtige Hünen und rasend schnelle Flügelflitzer dabei sind, macht das Spiel tendenziell brisanter. Weil höher, weil weiter, weil schneller. Doch dem Handballsport ist es seit eh und je gelungen, keine Domäne zu entwickeln. Anders als es der Fußball seit seiner Gründung angestrebt hat. Siehe Turnunterricht.

Und jetzt: Gewaltige Zuschauerströme konnten verzeichnet werden. Die FIFA sollte ob fantastischer Quote Luftsprünge machen, weil nun ein neues, gewinnbringendes Pferd mit am Start ist. Man kann daher damit rechnen, dass die Großereignisse der Fußballerinnen weiter gepuscht werden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das gesellschaftliche Umfeld auch dahingehend öffnet. Und dass Burschen sowie Mädchen auch mit dem Ball am Fuß die Turnstunde bewältigen.

(Bimpo)

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