Gurke
14. Juni 2014

Die göttliche Eigen-Gurke

Italien – England 2:1 (1:1), 39.800 Zuschauer

Der Ball kommt präzise, flach und in geschmeidigem Tempo auf ihn zu. Er kommt aber nicht auf die Idee, ihn zu stoppen und weiterzuverarbeiten. Er lässt ihn einfach vorbei. Beine auf, Ball durch. Aber nicht, weil er keine Lust auf ihn hat. Im Gegenteil. Er hat einen Plan.

Er sieht in diesem Moment natürlich nicht, wer hinter ihm steht. Ob überhaupt jemand hinter ihm steht. Aber er weiß, dass jemand hinter ihm besser postiert ist. Er spürt, dass sein Mitspieler mit diesem Pass, exakt so, wie er gespielt wurde, mehr anfangen kann. Dass dieser Überraschungsmoment den Gegner in Bedrängnis bringen könnte.

Es bedarf auch keines Zurufs des Mitspielers. „Steig!“, „Durch!“ oder „Ich!“ braucht’s nicht. Denn schon bevor der Pass gespielt wurde, weiß er, dass er ihn in aller Ruhe durchlassen wird. In seiner selbstverständlichen Gelassenheit. Davor ein schneller Antritt in Richtung Abspielenden, um den Gegenspieler „mitzuziehen“. Und dann die Ällabätsch-Eigen-Gurke.

Pirlo

(c) Goal Deutschland (Twitter-Account)

Kann natürlich sein, dass diese Eckball-Variante einstudiert war. Aber er muss schon längst nichts mehr einstudieren. Denn sein Name ist Andrea Pirlo, und er ist ein Fußball-Gott. Bei Gott nicht nur wegen dieser Aktion vor dem 1:0:

Das Tor erzielte übrigens Claudio Marchisio, der Assist kam von Marco Verratti. Ihm ist das sowas von egal.

(Bimpo)

2 Gedanken zu „Die göttliche Eigen-Gurke

  1. Dean

    Hi,

    oh mir hat das Herz geblutet.
    Dabei waren die Briten dieses mal gar nicht so schlecht dieser Sterling, der wird noch aufzeigen in den nächsten Spielen!

    Antworten

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